Initiative Sauerteig

Wie entstand die Initiative Sauerteig?

Nach Berichten von Correctiv und Frontal 21 bildete sich Frühjahr 2020 eine Gruppe im Pfarrverband Garching-Engelsberg, die sich darum bemüht, Licht in die Zeit von Pfarrer H. zu bringen und damit der Öffentlichkeit alle Informationen zukommen zu lassen, die für Klarheit und Richtigstellung wichtig sind.

Die Initiative nennt sich „Sauerteig“, weil sich aus diesem kleinen Teil als treibende Kraft ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung entwickeln kann.

Auf Anregung von Pfarrer Speckbacher gab es im März 2020 in München ein langes Gespräch mit Kardinal Reinhard Marx. Es wurde mit aller Deutlichkeit verlangt, Informationen und Fakten offenzulegen und Fehler im Umgang mit Pfarrer H. einzugestehen.

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Wir schauen hin

Markus Elstner - zur Präventionswoche in Garching. Wir schauen hin - Du auch?

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Initiative Sauerteig

Wie entstand die Initiative Sauerteig?

Nach Berichten von Correctiv und Frontal 21 bildete sich Frühjahr 2020 eine Gruppe im Pfarrverband Garching-Engelsberg, die sich darum bemüht, Licht in die Zeit von Pfarrer H. zu bringen und damit der Öffentlichkeit alle Informationen zukommen zu lassen, die für Klarheit und Richtigstellung wichtig sind.
Die Initiative nennt sich „Sauerteig“, weil sich aus diesem kleinen Teil als treibende Kraft ein Prozess der Aufarbeitung und Heilung entwickeln kann.
Auf Anregung von Pfarrer Speckbacher gab es im März 2020 in München ein langes Gespräch mit Kardinal Reinhard Marx. Es wurde mit aller Deutlichkeit verlangt, Informationen und Fakten offenzulegen und Fehler im Umgang mit Pfarrer H. einzugestehen.

Was macht die Initiative Sauerteig?

Die Initiative arbeitet in mehreren Richtungen:

  1. Wir richten unsere Forderungen schriftlich an das Ordinariat.
  2. Wir wollen offene, konstruktive und versöhnliche Gespräche und Gesprächskreise im Pfarrverband führen bzw. anstoßen.
  3. Wir setzen uns für Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ein und wirken im Garchinger Arbeitskreis Prävention mit.
  4. Wir vernetzen uns deutschlandweit mit Betroffenenorganisationen und zeigen uns solidarisch mit ihnen.

Eine unvoreingenommene und professionelle Aufarbeitung soll sowohl die Strukturen des Missbrauchs als auch die Verantwortlichkeit des Ordinariats sichtbar machen.
Das System, in dem H. sexualisierte Gewalt ausüben konnte, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen, soll mit allen dazugehörigen Facetten aufgeklärt werden, damit der Pfarrverband in Zukunft vertrauensvoll zusammenarbeiten und ein aktives Gemeindeleben gestalten kann.

Woher kommt der Name der Initiative Sauerteig?

In Mt 13,33 steht das Gleichnis vom Sauerteig: "Er sagte ihnen ein weiteres Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Sea Mehl verbarg, bis das Ganze durchsäuert war."

Der Initiative Sauerteig liegt daran, in Ordnung zu bringen, was nicht in Ordnung war. Wir beginnen diesen Weg, inspiriert von Jesu Gleichnis vom Sauerteig im Glauben, dass die Wahrheit gut und heilsam ist. Wichtig ist uns dabei die Haltung der Offenheit und des gegenseitigen Wohlwollens. Dabei ist uns bewusst, dass es kein leichter und vor allem kein vergnüglicher Weg sein wird, sondern auch ein schmerzlicher Heilungsprozess werden kann, insbesondere dort, wo an Wunden gerührt wird oder Illusionen zerfallen.
Jesu Gleichnis kann uns dabei Orientierung und Mut geben. Eine kleine Menge Sauerteig kann eine große Menge Mehl durchsäuern. Dabei läuft ein Gärungsprozess ab. Der riecht sauer. Beim Gärungsprozess passieren Veränderungen. Und wer schon einmal Brotteig mit der Hand geknetet hat, weiß auch, dass das eine anstrengende Arbeit ist, für die man Kraft braucht und bei der man ins Schwitzen kommt. Doch am Ende entsteht ein schmackhaftes, nahrhaftes Brot für alle.

Ein weiteres Gleichnis soll ein Leitbild für unsere Initiative sein: Im frühen Christentum war das tröstliche Bild des guten Hirten zentral, das ebenfalls auf ein berühmtes Gleichnis Jesu zurückgeht und in dem der Hirte seinen verlorenen Schafen nachgeht und sie auf seinen Schultern heim trägt. Auch dieses Gleichnis soll ein Leitbild für unsere Initiative sein. Menschen, die im System 'H.' verletzt, benutzt, gemobbt, getäuscht und missbraucht worden sind, haben es verdient, dass wir ihnen nachgehen, ihre Wunden erkennen und achtsam versorgen, wenn sie das wollen. Ihre Würde wurde verletzt und uns ist es wichtig, dass die ihnen zugefügten Schmerzen Anerkennung finden. Es geht uns dabei nicht darum, sie 'zur Herde zurückzubringen', sondern ihnen Stütze und Hilfe anzubieten. Im System 'H.' wurden Kinder und Erwachsene aus verschiedensten Gründen und auf unterschiedliche Weise an den Rand gedrängt, mit Folgen, die bis heute andauern. Unsere Initiative will Impulse setzen, dies aufzuarbeiten und damit Heilung zu ermöglichen.

Wer sind die Mitglieder der Initiative Sauerteig?

Erni Auer
Ich wünsche mir eine ehrliche, vorbehaltlose Aufklärung der Vergangenheit. So etwas darf es in der Zukunft nie mehr geben.

Georg Langschartner
Ich bin Mitglied in der Gruppe Sauerteig weil...

  • das Treffen/Aussprache im März 2020 mit dem Ordinariat zum Thema Missbrauch im Pfarrverband und die Folgen für mich enttäuschend war m.E. die Empathie für die Missbrauchsopfer fehlte
  • ich persönlich die Gelegenheit hatte mit einem Opfer zu sprechen dessen ganzes Leben durch die Missbrauchsfolgen zerstört wurde
  • meine drei Kinder über Jahre mit Wissen der Kirchenleitung der Gefahr des Übergriffs durch einen pädophilen Priester ausgesetzt waren
  • ich hoffe ein wenig zur Aufarbeitung dieser sehr schwierigen Problematik betragen zu können

Thomas Maier
Prävention und Hilfe für die Opfer von Sexualstraftaten gehören verstärkt in die gesellschaftliche Diskussion und Beachtung. Das betrifft auch und im besonderen die Kirche. Eine Sensibilisierung für das Thema und mehr Aufmerksamkeit für die Opfer ist dabei nach meinem Dafürhalten notwendiger denn je.

Klaus Mittermeier
Meine Zeit, in der ich mich in der Pfarrei engagiert habe, hatte ich geistig schon beiseitegeschoben und wollte nichts mehr davon hören, bis mir ein Journalist und die Fahrt zum Gespräch mit Kardinal Marx die Augen öffneten.
Dort habe ich Geschichten von anderen engagierten Christen gehört und erkannt, dass sehr viele Menschen benutzt wurden, um den Missbrauch an Kindern und Jugendlichen erst möglich zu machen. Dazu gehörte auch Desinformation bis hin zu gezielter Einflussnahme, Mobbing und Ausgrenzung von Seiten des Missbrauchstäters und des Ordinariates. Dieser senkundäre Missbrauch ist sehr vielen in unserem Pfarrverband passiert.
So etwas darf in Zukunft nicht mehr geschehen! Deshalb beteilige ich mich an Sauerteig, um in der Kirche die Strukturen und Einstellungen zum Missbrauch zu ändern, um Pfarreien zu schützen, um zu helfen und über die entstandenen Wunden zu sprechen.

Rosi Mittermeier:
"Nur wer hinschaut und Auffälligkeiten anspricht, steht auf der Seite der Schwachen!" Mir ist es wichtig, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Deshalb habe ich zusammen mit engagierten Garchingern neben der Initiative Sauerteig auch den Garchinger Arbeitskreis Prävention ins Leben gerufen.

Luise Peiss und Rosmarie Starzl
Wir haben uns in unserer Funktion als Vorstandsteam des katholischen Frauenbund Garching a. d. Alz entschieden bei Sauerteig mitzuwirken. Der Frauenbund vertritt die Frauen und damit auch unsere Kinder, die als Ministranten, in der Pfarrjugend, usw. jahrelang den Machenschaften von Pfarrer H. ausgesetzt waren und das, obwohl die Verantwortlichen der Kirche davon gewusst haben. Uns ist wichtig, die Umstände aufzuklären, die zugelassen haben, dass es zu drei nachgewiesenen Missbrauchsfällen in Garching kommen konnte, um dies für die Zukunft zu verhindern.

Katharina Schrankl
Ich engagiere mich in der Gruppe Sauerteig weil ich meine beiden Söhne arglos einem pädophilen Pfarrer ausgesetzt habe. So etwas darf meiner Meinung nach nicht vertuscht und verschwiegen werden. Ich wünsche mir mehr Hinschauen und weniger Macht-Demonstration von den "Würdenträgern".

Stefan Tiefenthaler
Mein Anliegen in der Initiative Sauerteig ist das Ausmaß, in dem H's Nachfolger unter den Umständen zu leiden hatte. Er wurde 2010 nach dem Bekanntwerden des Missbrauchs weitgehend alleine gelassen. Zum einen haben ihm Betroffene detailliert von ihren Missbrauchserfahrungen erzählt und zum anderen wurde H. in der Pfarrei nach wie vor verehrt und ihm gesagt, dass er doch mehr wie H. werden soll. Dies hat er mir persönlich erzählt. Dieser Zwiespalt hat ihn innerlich zerrissen und zu seinem Burnout und letztendlich zu seinem Tod beigetragen.
Mir ist wichtig, dass von offizieller Stelle eingestanden wird, dass auch nach 2010 Fehler passiert sind und dass H's Amtsnachfolger nicht adäquat unterstützt wurden. Zum anderen muss auch klar benannt werden, wie Pfarreien und Priester in ähnlichen Situationen zukünftig informiert und begleitet werden.
Das ist der Grund für meine Beteiligung an der Initiative, die sich für vorbehaltlose Aufklärung einsetzt, aber auch, dass die Strukturen besser werden und dass es auch in der Pfarrei zu einem offenen Austausch und zu Versöhnung kommt.

Jahresrückblick 2020

Wie kann man mit der Initiative Sauerteig in Kontakt treten?
Wer sich angesprochen fühlt oder weitere Informationen haben will, wende sich per E-Mail an: initiative.sauerteig@t-online.de.


Aufruf zu Gesprächskreisen

Um den unterschiedlichen Formen und Ausmaßen von Betroffenheit im Zusammenhang mit dem Einsatz eines pädophilen Priesters in unserem Pfarrverband gerecht zu werden, möchte die Initiative Sauerteig verschiedene kleinere Gesprächskreise anstoßen, in denen sich damalige Pfarreimitglieder, Ministranten, Mitarbeiter, Mitglieder der verschiedenen Gremien, der Pfarrjugend und des Frauenbunds usw. mit professioneller Gesprächsleitung zu einem vertraulichen Austausch treffen.

Entsprechend dem Aufruf von Kardinal Marx in seiner Andacht am 17.7.21 soll es dabei um ein gegenseitiges Zuhören und Verstehenwollen gehen. Betroffensein kann man u.a., weil man von diesem Priester begeistert war und sich nun hintergangen, instrumentalisiert, ausgenutzt, betrogen, bestochen und benutzt fühlt, oder man fühlte sich von ihm verleumdet, gemobbt, bloßgestellt, eingeschüchtert oder missbraucht oder die Taten und Worte des Priesters lösten bzw. lösen Hilflosigkeit, Vorwürfe, Selbstvorwürfe aus.
Auch die Menschen, die mit Begeisterung an seinen feierlichen Gottesdienste teilnahmen, sind aufgrund der späteren Erkenntnis seines wirklichen Gesicht und dem Umgang damit in gewisser Weise Opfer.

Die Gesprächskreise arbeiten selbstbestimmt und werden sich über einen gewissen Zeitraum hinweg in regelmäßigen Abständen treffen. Die Teilnehmer sichern einander Vertraulichkeit zu.

Der Moderator Michael Schwarz (www.system-trauma-therapie.de) ist keiner kirchlichen Institution unterstellt und hat sehr viel Erfahrung mit Gruppen, die die oben genannte Problematiken aufarbeiten wollen.

Wer sich dafür interessiert, meldet sich bitte mit der Vorwahl von Garching/Alz unter Tel. 9865748. Jeder Anruf wird vertraulich behandelt.


Was wir vorher über Missbrauch nicht wussten

Jeder Fall von Kindesmissbrauch betrifft das gesamte soziale Gefüge, in dem er stattfindet. Da Kinder auf den Schutz durch ihr soziales Umfeld angewiesen sind, impliziert jeder Vorfall ein irgendwie geartetes Versagen des Umfelds. Um davon möglicherweise ausgelöste Schuldgefühle, Vorwürfe oder Selbstvorwürfe abzuwehren, wollen viele Menschen den Missbrauch verdrängen, ignorieren, relativieren oder verharmlosen. Oft ist ihnen dabei nicht bewusst, dass sie damit den Täter schützen und den Opfern die erforderliche Hilfe und Solidarität vorenthalten. Ein derartiges Nicht-Wahrhabenwollen ermöglicht weiteren Missbrauch.

Zutreffend spricht man von sexualisierter Gewalt statt von Missbrauch, weil man keinen Menschen wie ein Objekt gebrauchen darf.

Viele Täter ziehen ihre Befriedigung in erster Linie aus der Lust an der Macht- bzw. Gewaltausübung. Ihre Straftaten entspringen im Kern mehr ihrer Machtgier als einer Erkrankung. Der Begriff „Pädophilie“ kann hier den falschen Eindruck erwecken, als könne der Täter gar nicht anders und sei in gewisser Weise nicht schuldfähig. Täter haben Zugang zu Therapien und können sich also für oder gegen jeden einzelnen Tatvollzug entscheiden.

Sexualisierte Gewalt entspringt einer Haltung und wird zur Gewohnheit, die wegen der Lustbefriedigung Suchtcharakter entwickelt. Daher ist die Annahme, es handle sich um Einzeltaten völlig irrig und verengt den Blick darauf, dass Täter ihren Lebensentwurf darauf abstellen, ihr Bedürfnis nach Ausübung sexualisierter Gewalt unbehelligt ausüben zu können. Zu diesem Zweck wird das gesamte soziale Gefüge, in dem der Missbrauch stattfindet, daraufhin ausgerichtet, einen geschützten Raum zu finden bzw. zu errichten, innerhalb dessen, der Täter sich ungestraft an Kindern und Schutzbefohlenen vergehen kann.

Wo findet ein Täter einen solchen geschützten Raum bzw. wie kann er ihn errichten?
Wichtige Merkmale eines derartigen, den Täter schützenden Raums sind: ein hierarchisches System, das dem Täter einen hohen Status, Ansehen, Bewunderung und eine Vertrauensposition garantiert, Gleichgesinnte, Verbündete, erpressbare Vorgesetzte, zu Loyalität verpflichtete Gefolgsleute, Fans, die sich (oft unbewusst) wie ein Schutzwall um den Täter scharen sowie ein auf den Täter zentriertes soziales Gefüge, in dem der Täter möglichst alle Beziehungen der anderen Menschen kontrolliert oder zumindest kennt und beeinflusst.
Täter versuchen erst, sich einen derartigen Schutzraum aufzubauen, bevor sie dann auf die Suche nach Opfern gehen, bei denen sie abchecken, ob sie in irgendeiner Weise schutzlos dastehen, z.B. weil ihre Familie sie nicht schützen kann, arglos oder wehrlos ist, und möglichst keine Freunde haben, denen sie sich anvertrauen könnten.

Die Position eines Täters ist umso unangreifbarer, je gesicherter seine Stellung innerhalb einer klaren Hierarchie ist, je mehr Fans er hat, je mehr er über jeden Beteiligten seines sozialen Gefüges weiß und je stärker er die Sozialkontakte der anderen kontrollieren und manipulieren kann. Wittert er bei jemanden das Risiko durchschaut zu werden, wird er ihn möglichst schnell und rigoros aus dem Umfeld entfernen, z.B. durch Diffamierung, Verleumdung, Rufmord, Mobbing und öffentliche Bloßstellung. Die Fans müssen bei Laune gehalten werden und gleichzeitig muss ihnen demonstriert werden, was passiert, sollte man sich jemals gegen den Täter wenden. Zu diesem Zweck werden auch sie gezielten Peinlichkeiten ausgesetzt, die dann vermeintlich als Spaß aufgelöst werden. Solche Machtdemonstrationen werden in regelmäßigen Abständen eingesetzt, um die Unangreifbarkeit des Täters immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Eine große Zahl von Gefolgsleuten, am besten angesehene und einflussreiche Persönlichkeiten, sichert das Umfeld vor kleinen Infragestellungen ab, so dass Zweifel oder Beschwerden schon im Vorfeld abgeschmettert werden, bevor sie zu einem Gesamtbild zusammengefügt werden könnten.

Hat ein Täter sich solch ein Umfeld geschaffen, kann er ziemlich sicher sein, dass seine Taten entweder gar nicht wahrgenommen und zumindest nicht verfolgt und geahndet werden. Denn wer sollte es wagen ein solches Sozialgefüge anzugreifen, in dem alle wie Schachfiguren ihre Funktion erfüllen und dessen Infragestellung gewiss mit sozialer Ächtung bestraft würde?

Sexualisierte Gewalt bedeutet nicht unbedingt, dass das Opfer mit physischer Gewalt zu sexuellen Handlungen gezwungen wird. Oft wird sehr geschickt psychischer Druck ausgeübt, der dem Opfer suggeriert, es selbst wolle die sexuelle Handlung. Häufig werden Opfer mit Geld und Geschenken angelockt und durch Alkohol oder Drogen gefügig gemacht. Auch gruppendynamische Prozesse und raffiniert gesetzte Provokationen werden von Tätern eingesetzt, um Kinder oder Jugendlichen an sich zu binden, abhängig zu machen und zu sexuellen Handlungen zu verleiten, die nicht ihren eigenen Bedürfnissen entspringen. Gleichzeitig wird ihr Selbstwertgefühl zerstört, Minderwertigkeitsgefühle und Schuldgefühle werden gezielt geschürt, um das Schweigen des Betroffenen sicherzustellen. Wenn er das Gefühl hat, dass ihm sowieso keiner glauben wird und er schließlich selbst schuld sei, kann der Täter sich seiner Verschwiegenheit sicher sein. Wenn es ihm nun noch gelingt, den Betroffenen von sich in sozialer und wirtschaftlicher hinsicht abhängig zu machen, kann er seine Übergriffe ganz nach seinem Belieben ausüben.

Als uns diese Zusammenhänge klar wurden, haben wir begriffen, dass wir, und im Grunde die gesamte Gesellschaft, gefordert sind. Betroffene brauchen unsere Solidarität! An jeder Stelle der beschriebenen Zusammenhänge ist unsere Sensibilität gefordert.

Umfassende Literatur unter: https://www.bildungsserver.de/Forschung-und-wissenschaftliche-Literatur-zu-sexuellem-Kindesmissbrauch-9313-de.html

Antworten auf die Fragen von Pfarrer Hans Speckbacher und der Gruppe Sauerteig


Gewidmetes Gedicht für die Initiative „Sauerteig" von Günther Doliwa.

Sauerteig

Teig ansetzen ist kinderleicht
Aus Wasser und Mehl
Wärme und Zeit

Triebmittel lockern
gewiss auch Menschen
Es entfaltet sich das zu backende Werk

Damit Brot duftig aufgeht
schmackhaft verdaulich
ist Säure vonnöten

Sei also sauer
Sei der Teig
dauerhaft in Gärung gehalten

Sei Sauerteig
der die Welt durchsäuert und
Geschmack dem nötigen Brot verleiht

Tu was sättigt
Durchdringungskünstler
will ich sein

14.12.2020
© Günther M. Doliwa
Aus: Lyrischer Adventskalender 2020 S.27


Presse/Media

15 März 2010

Missbrauch: Justiz prüft neue Ermittlungen gegen Prieser

21 Februar 2020

Der Missbrauchspfarrer und seine vielen Opfer

22 Februar 2020

Wer hat in der Kirche vertuscht?

Februar 2020

Auch der Blick in die Zukunft ist wichtig

5 Juni 2021

Kirchengemeinde reagiert auf den sexuellen Missbrauch eines Priesters

13 Juni 2021

Traumatische Erinnerungen an einen Pfarrer

17 Juni 2021

Wie kann man die Kinder künftig schützen

5 Juni 2021

Missbrauch an Kindern erkennen und handeln

12 Juni 2021

Mehr Schwung für den Schutz vor Missbrauch

14 Juni 2021

Der Missbrauch zerstörte ein ganzes Leben

21 Juni 2021

Präventionswoche ließ aufhorchen

22 Juni 2021

Glaube, Hoffnung, Kritik

Juni 2021

Kardinal Marx besucht betroffene Gemeinde

18 Juli 2021

Marx: "Das System Kirche hat versagt"

17 Juli 2021

BR24live: Kardinal Marx spricht zu Missbrauchsfällen in Garching

17 Juli 2021

Missbrauchsskandal: Marx bittet in Garching um Entschuldigung

17 Juli 2021

BR24: Marx entschuldigt sich für Missbrauchsfälle in Garching

17 Juli 2021

Gespräch mit Kardinal Marx im Pfarrverband Garching-Engelsberg

15 Juli 2021

Hirtenbrief

25 Juli 2021

Vom Ordinariat ernst genommen

8 November 2021

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